Aktuelles

Teilnehmertreffen


Die nächste Informationsveranstaltung findet am

Mittwoch, 21.11.2018 um 19:30 Uhr statt.

Ort: WALDSPIELPLATZ Restaurant | Biergarten, Waldspielplatz 1, 85276 Hettenshausen https://www.waldspielplatz.net Eine Anmeldung dazu ist nicht erforderlich.

Weitere regelmäßige Treffen sind geplant und werden im Anschluss an die Informationsveranstaltung hier rechtzeitig angekündigt.

Tausch-Kreis-PAF: "Zeit gegen Zeit"

Hauptamt (von rechts) Luitgard Starzer (Bündnis für Familie, Landkreis Pfaffenhofen), Anna Helmke (Caritas Zentrum Pfaffenhofen) und Uschi Schlosser (Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement im Landkreis Pfaffenhofen) gründeten mit Unterstützung von Ehrenamtlichen (von links), Elke Rainer, Eveline Randelzhofer und Wolfgang Pertek die landkreisweite Tauschmöglichkeit.


Auch Radio IN hat Interesse an unserem Projekt


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Radio Ilmwelle hat Interesse am Tausch-Kreis-PAF gezeigt


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Pressemitteilung vom 10.10.2018:
Tausch-Kreis Pfaffenhofen: Nächstes Treffen in Schweitenkirchen


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Pressemitteilung vom 04.10.2018: Tausch-Kreis Pfaffenhofen: Bezahlt wird mit Talenten


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Gut besuchte Auftaktveranstaltung im Hofbergsaal am 19.09.2018


Pfaffenhofener Kurier, Ausgabe vom Freitag, 21. September 2018

Beim Tausch-Kreis Pfaffenhofen sollen die Mitglieder ihre Fähigkeiten einsetzten
Pfaffenhofen (bti) Hier muss eine üppige Apfelernte bewältigt werden, dort fehlen Biertischgarnituren für die Party, ein Dritter sucht für den Nachwuchs dringend Nachhilfe in Latein: Der Tausch-Kreis Pfaffenhofen ist eine neue Form der organisierten Nachbarschaftshilfe im Landkreis - und funktioniert ganz ohne Geld.


Im Pfaffenhofener Kurier, Ausgabe vom Mittwoch, 12. September 2018 schrieb Maggie Zurek:

Pfaffenhofen (zur) Er soll neue Impulse für das Ehrenamt bringen, der Tausch-Kreis Pfaffenhofen. Die offizielle Geburtsstunde des neuen, trägerübergreifenden Projektes wird mit einem Vortragsabend am 19. September um 19:30 Uhr im Hofbergsaal eingeleitet. "Geburtshelfer" sind Anna Helmke vom Caritas Zentrum Pfaffenhofen, Uschi Schlosser vom Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement und Luitgard Starzer vom Bündnis für Familie. Schon vor einigen Jahren waren sie durch einen Vortrag von Jürgen Müller auf das Thema aufmerksam geworden, das sie "seitdem nicht mehr losgelassen hat", wie Schlosser verrät. Der Referent aus Augsburg wird am 19. September über das Modellprojekt "ZeitBörse" in Königsbrunn berichten, das die Pfaffenhofener Initiatoren bereits mehrfach vor Ort in Augenschein genommen haben. Nicht nur Starzer ist "fasziniert mit welchem Elan und Enthusiasmus man dort auch zwanzig Jahre nach der Gründung noch agiert". Helmke findet es ihrerseits "phänomenal, dass der grundlegende Gedanke immer neue Ideen gebiert". Doch was genau steckt hinter der Tausch-Kreis Idee? Im Kern gehe es darum, dass man "Zeit gegen Zeit tauscht", so Starzer. Aber auch Waren können den Besitzer wechseln, ohne dass dabei Geld fließt. Als Tausch-Währung dienen "Talente" - ein Talent entspricht dem Gegenwert von drei Minuten. Eine Stunde Dienst am Nächsten bedeutet also: 20 Talente auf dem eigenen "Konto". Ein Beispiel mag zur Veranschaulichung dienen: Maria erteilt Peter eine Nachhilfestunde in Englisch. Dafür bekommt sie 20 Talente, die sie an Karl weitergibt. Der zeigt ihr dafür, wie man ein Radl repariert. Karl seinerseits investiert einen Teil seines Guthabens in zwei gebrauchte Bildbände. Den Rest spart er sich auf. "Ziel unseres Projektes ist es, Menschen miteinander in Kontakt zu bringen, die ihre Fähigkeiten in den Dienst anderer stellen,", so Helmke. Sie und ihre Mitstreiter können viele Vorteile des Kreisgedankens (vielleicht besser: Tauschgedankens) aufzählen. Zum einen sei Dank der flexibel einsetzbaren "Talente" kein direkter Tausch nötig. Wichtig auch, dass man sich auf Augenhöhe begegnet, weil jeder sich mit seinen Fähigkeiten einbringen kann. Niemand wird zum Bittsteller, der "Dienstleistungs-Almosen" empfängt. Nicht zu vergessen ist darüber hinaus der Zeitgewinn für Ehrenamtliche. Wenn der Bürgerbusfahrer für jede Stunde am Steuer 20 Talente erhält, kann er sich davon Entlastung etwa bei der Gartenpflege holen. Wieviel Potenzial in der Geschichte steckt, beweist Helmke unter Hinweis auf die lange Liste der in vergleichbaren Projekten bereits initiierten "Ideen ohne Ende". Die reichen von Rikscha-Fahrten für Altenheimbewohner über das Anlegen von Permakultur-Hügelbeeten bis zum Car-Sharing. Mittlerweile haben die hauptamtlichen "Hebammen" ihren "zusammengewürfelten Haufen" (O-Ton Helmke) um vier Ehrenamtliche erweitert: Wolfgang Pertek, Elke Rainer, Georg Wenk und Eveline Randelzhofer sind dazu gestoßen. Randelzhofer war schon in München Mitglied des dortigen Tauschkreises, bevor sie 2008 in die Kreisstadt umzog. "Als ich gehört habe, dass ein ähnliches Projekt hier in Planung ist, war ich sofort bereit, mich am Aufbau zu beteiligen", sagt sie. Austausch im Netz und ganz real. Beim Tausch-Kreis mitmachen kann jeder, der über 14 Jahre alt ist (bis zur Volljährigkeit braucht es aber die Zustimmung der Erziehungsberechtigten). Der Mitgliedsbeitrag liegt bei zwölf Euro im Jahr, Minderjährige zahlen die Hälfte. Als Startguthaben gibt es im Gegenzug 100 Talente und ein Konto bei der internetgestützten Tausch-Plattform obelio. "Dass die Tauschgeschäfte über diese gesicherte Internetplattform laufen, sollte niemanden erschrecken", betont Mitorganisatorin Elke Rainer. Wer keinen Computer hat oder sich scheut mit digitalen Medien umzugehen, dem stellt das künftige Orga-Team einen Paten zur Seite. Das Gremium wird laut Regeln, die sich der Tausch-Kreis-PAF gegeben hat von der Mitgliederversammlung auf zwei Jahre ins Amt gewählt. Es verantwortet Aktionen des Tauschkreises und legt Rechenschaft über dessen Finanzen ab. "Die Vernetzung soll jedoch nicht nur im Internet stattfinden", betont dazu Luitgard Starzer vom Bündnis für Familie. Damit sich die Mitglieder kennen lernen und damit die persönliche Kommunikation neue Fahrt aufnimmt, sind monatliche Treffen geplant. Diese werden in wechselnden Landkreisgemeinden stattfinden, damit deutlich wird, dass es sich nicht um ein rein auf die Kreisstadt bezogenes Angebot handelt.